Sie schwingt an den Fluten im tanzenden Licht,
ein Baum, der sich beugt, aber niemals zerbricht.
Viel älter als Eisen, als Glas und als Stein,
webt sie sich tief in die Menschheit hinein.
Wo Plastik erblindet und spröde zerfällt,
bewahrt sie die Wärme und ordnet die Welt.
Die Finger, sie wandern am biegsamen Stab,
vom schützenden Korb bis zum wiegenden Grab.
Ein Ur-Band der Erde, von Geistern bewacht,
das Brücken aus Zweigen und Träume uns macht.
Und suchst du nach Heilung, so schenkt sie dir Lind,
ihr Saft nimmt die Schmerzen, die brennend doch sind.
Die Rinde, sie flüstert von alter Magie,
von ewigen Kreisen und Natur-Sinfonie.
Kein Abfall, kein Gift bleibt am Ende zurück,
der Kreislauf der Weiden der niemals erlischt
So führt uns die Weide mit sicherem Faden,
durch Mythen und Zeit bis hinein in den Laden.
Ein Handwerk, der Urzeit, das atmet, und lebt,
der Seelen in Körbe, durch Weiden einwerbt
Autor: Ivan Gordeyev
Aus dem Jahr 2026